ADHS neu gelesen: Was wirklich hinter der „Aufmerksamkeitsstörung“ steckt
Dass Kinder (und Erwachsene) heute so schnell das Etikett ADHS bekommen, hat eine enorme Sprengkraft: Für das Umfeld wirkt es wie eine Diagnose, für den Betroffenen oft wie ein Stempel – „mit mir stimmt etwas nicht“.
Biologisch gesehen läuft etwas ganz anderes: Hier arbeiten hochpräzise archaische Programme, die schützen wollen.
Was unter „ADHS“ normalerweise verstanden wird
Unter dem Sammelbegriff ADHS / ADS fasst die klassische Sicht im Wesentlichen drei Phänomene zusammen:
- Probleme, Aufmerksamkeit gezielt zu halten
- Vergesslichkeit, „Wegdriften“, Lernschwierigkeiten
- Motorische Unruhe, Zappeligkeit, Impulsivität
Aus Sicht der 5 Biologischen Naturgesetze (5BN) nach Dr. Hamer ist das kein Defekt, sondern das Zusammenspiel klar definierter Sinnvoller Biologischer Sonderprogramme (SBS), die im Gehirn konfliktaktiv sind – oft sogar beidseitig. Man nennt das eine Konstellation.
Grundlogik der 5BN – der Rahmen für ADHS
Sehr komprimiert:
- Ein biologischer Konflikt (DHS) ist ein hochakut-dramatisches, unerwartetes, innerlich isoliertes Erleben.
- In dieser Sekunde startet ein SBS gleichzeitig auf drei Ebenen: Psyche – Gehirn – Organ.
- Solange der Konflikt innerlich weiter „anhält“, läuft die konfliktaktive Phase (Sympathikotonie, Dauer-Stress).
- Nach der Lösung folgt die Reparaturphase (Vagotonie, Heilungssymptome).
Eine Konstellation entsteht, wenn mindestens zwei Konflikte gleichzeitig aktiv sind, und zwar auf gegenüberliegenden Gehirnhälften. Die Hirnrhythmen kommen aus dem Gleichklang – das Denken, Fühlen und Verhalten verändert sich deutlich.
Genau hier liegt der SchlĂĽssel zu ADS und ADHS.
ADS & Lernprobleme: die Trennung hinter der „Unaufmerksamkeit“
(Post-)sensorische Cortex-Konstellation – Wenn Trennung das Denken blockiert
Bei vielen Kindern, denen man ADS, Legasthenie oder Lernstörung zuschreibt, findet sich biologisch eine (post-)sensorische Cortex-Konstellation:
- Gewebe / Keimblatt: Oberhaut (Epidermis) und Knochenhaut (Periost) gehören entwicklungsgeschichtlich zum Ektoderm.
- Gehirnareale: Sensorischer und postsensorischer Kortex.
- Konfliktart: Immer ein Trennungskonflikt:
- „Ich werde von jemandem weggerissen, den ich brauche.“
- „Ich verliere den Körperkontakt.“
- oder: „Ich will diesen Menschen / diesen Kontakt unbedingt loswerden.“
Damit diese Konstellation entsteht, braucht es zwei Trennungskonflikte, je einen auf der linken und rechten Seite dieser Hirnareale.
Psychische Auswirkung:
- Kurzzeitgedächtnis lässt nach
- Konzentration reiĂźt ab
- Kind „driftet weg“, starrt ins Leere, „ist nicht wirklich da“
- Lernprozesse laufen zäh, Informationen bleiben kaum haften
Bei Kindern wird dieses Bild häufig als ADS oder Lernschwäche etikettiert.
Biologischer Sinn:
Der Kurzzeitgedächtnisverlust schützt, indem er die scharfe Erinnerung an die Trennung abblendet. Das System sagt sinngemäß:
„Wenn ich das nicht mehr so präsent habe, halte ich den Schmerz eher aus.“
Typische Trennungserlebnisse bei Kindern
In der Praxis finden sich immer wieder ähnliche Auslöser (direkt beim Kind oder schon früher, als Prägung im System):
- Scheidung der Eltern, ein Elternteil zieht aus
- Plötzlicher Kita- oder Schulwechsel, Wegfall vertrauter Bezugspersonen
- Krankenhausaufenthalt, bei dem das Kind „alleine gelassen“ wird
- Geburt eines Geschwisters, gefühltes „Weggeschobenwerden“
- Trennung von Haustier, GroĂźeltern, bester Freundin usw.
Solange wenigstens einer dieser Trennungskonflikte im Inneren nicht wirklich „durch“ ist, bleibt die Konstellation konfliktaktiv – und damit das ADS-Muster bestehen.
Hyperaktivität: Warum der Körper „immer in Bewegung sein muss“
Motorkortex-Konstellation – Der Konflikt des „Feststeckens“
Die motorische Seite des ADHS-Bildes – Zappelphilipp, Herumlaufen, nicht stillsitzen können – ist an eine andere Konstellation gekoppelt: die Motorkortex-Konstellation.
- Gewebe / Keimblatt:
- Quergestreifte Muskulatur auf Organebene (Neues Mesoderm)
- Gesteuert auf der Hirnebene vom Motorkortex in der GroĂźhirnrinde (Ektoderm, Funktions-SBS)
- Konfliktart: Ein oder mehrere motorische Konflikte des „Festgehalten-Seins“:
- „Ich kann mich nicht bewegen / darf nicht fliehen.“
- „Ich bin fixiert, festgeschnallt, eingesperrt.“
- „Ich muss stillhalten, obwohl es bedrohlich oder unerträglich ist.“
Sind zwei solche Konflikte gleichzeitig aktiv (links + rechts im Motorkortex), entsteht eine Motorkortex-Konstellation.
Psychische und körperliche Wirkung:
- Innerer Zwang zur dauernden Bewegung
- Zappeln, Wippen, Rennen, kaum still sitzen
- Teilweise Tics, Restless-Legs, Fluchtimpulse aus engen Räumen
Bei Kindern wird das schnell als Hyperaktivität eingeordnet.
Typische Erlebnisse hinter Motor-Konflikten
Beispiele, wie ein Kind (oder auch ein Embryo/Fötus) „Feststecken“ erleben kann:
- Fixiert werden bei medizinischen Eingriffen (Spritzen, Infusionen, Narkoseeinleitung, Zahnbehandlung)
- Strenger Zwang zum Stillsitzen („Rühr dich nicht, sonst …“) im Kindergarten oder in der Schule
- GefĂĽhl von Eingesperrtsein im Kinderbett, Autositz, Buggy, Hochstuhl oder kleinem Zimmer
- Massive Ohnmachtserlebnisse: „Ich kann nicht weg, obwohl es für mich bedrohlich ist.“
„ADHS“ = Kombination aus Trennung + Feststecken
Wenn man die beiden Bausteine zusammenfĂĽhrt, ergibt sich das Bild:
- (Post-)sensorische Konstellation (Trennung) → Aufmerksamkeit, Kurzzeitgedächtnis und Lernfähigkeit sind „geloopt“.
- Motorkortex-Konstellation (Feststecken) → Der Körper muss dauerhaft in Bewegung bleiben.
So entsteht das klassische ADHS-Profil:
„Im Kopf nicht ganz da, im Körper ständig auf 180.“
Aus dieser Sicht gilt:
- ADS / Legasthenie: Kinder mit sensorischer Konstellation, meist auf Basis von Trennungskonflikten.
- ADHS (Hyperaktivität): Wenn zur sensorischen Konstellation noch eine Motorkortex-Konstellation hinzukommt – „Konflikt des Feststeckens“.
Vorprogrammierungen in der Schwangerschaft
Viele Muster, die später wie ADHS wirken, werden bereits in der Schwangerschaft vorgeprägt – durch das Erleben der Mutter (und des Systems um sie herum).
Zappelphilipp-Programmierung – „Wenn ich mich nicht bewege, bin ich tot“
Ein sehr typisches Bild:
- Die Mutter hatte vorher eine Fehlgeburt / einen Abgang.
- In der neuen Schwangerschaft schwört sie sich:
„Beim nächsten Mal achte ich genau auf Kindsbewegungen – nur wenn es sich rührt, weiß ich, dass es lebt.“ - Sie ist permanent innerlich auf „Bewegungs-Scan“.
FĂĽr das ungeborene Kind bedeutet das biologisch:
„Wenn ich mich nicht bewege, könnte Mama denken, ich sei tot – also MUSS ich in Bewegung bleiben.“
Später erleben wir das als inneren Motor, der kaum zur Ruhe kommt.
ADS-Programmierung – „Beim Reden schalte ich besser ab“
Auch hier tauchen typische Bilder immer wieder auf:
- Die Schwangere muss sich endlos Gerede anhören, das sie eigentlich gar nicht ertragen will (z.B. Schwiegermutter, Mitpatientinnen im Zimmer, Dauer-TV-/Radio-Beschallung), kann aber nicht abschalten.
- Oder: Ungewollte Schwangerschaft – sie will das Thema eigentlich „nicht hören“, nicht wahrhaben.
Das ungeborene Kind lernt:
„Wenn jemand etwas vermitteln will, ist es sicherer, innerlich abzuschalten.“
Später zeigt sich das wie ein Automatismus des Wegblendens, sobald jemand erklärt, unterrichtet, belehrt.
Wenn ADHS „aggressiv“ wirkt: Revierkonflikte und bioaggressive Konstellation
Nicht jedes „ADHS-Kind“ ist hauptsächlich unruhig und unkonzentriert. Manche werden vor allem als aggressiv, oppositionell, reizbar beschrieben.
Hier kommt eine weitere Ebene ins Spiel: die Revierbereiche in den Temporallappen.
Bioaggressive Konstellation
In dieser Konstellation sind Revierärger- und verwandte Konflikte (z.B. Identität, Rang) auf beiden Temporallappen aktiv.
Typisches Umfeld:
- Dauerstreit in der Familie
- Kampf um Aufmerksamkeit oder „Platz“ in der Geschwisterreihe
- Mobbing, Erniedrigung, Ungerechtigkeitserlebnisse
Wirkung:
- Kind wird zum „Rebellen“, jähzornig, aufbrausend
- starke Wutanfälle, teils Freude an Konfrontation oder Risiko
- oft mit dem Etikett ADHS, „oppositionelle Trotzstörung“ oder ähnlichem belegt
Wichtige Weichen: Geschlecht, Händigkeit, Hormonstatus
Sobald die Revierbereiche beteiligt sind (Temporallappen), hängt die genaue Organ- und Konfliktzuordnung entscheidend ab von:
- Geschlecht (Mann/Frau)
- Händigkeit (Rechts-/Linkshänder)
- Hormonstatus (z.B. vor/nach Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahren)
Diese drei „Weichen“ bestimmen, ob das gleiche Erleben z.B.:
- eher als Revierärger,
- eher als Revierverlust,
- oder eher als Identitätskonflikt biologisch verbucht wird
… und welches Organ konkret mitreagiert (Magen, Galle, Rektum, Herzkranzgefäße etc.).
Ohne diese Daten bleibt die Revier-Zuordnung offen – man kann dann nur sagen:
„In dieser Konstellationsebene kommen Revierthemen in Frage; die exakte Organebene hängt von Händigkeit, Geschlecht und Hormonlage ab.“
ADHS als „Dauer-CA“ – kein Zeichen eines kaputten Gehirns
Ein wichtiger Punkt, der viel Druck rausnimmt:
- Konstellationen (sensorisch, motorisch, bioaggressiv …) zeigen immer einen konfliktaktiven Zustand (Sympathikotonie).
- Das heißt: Der Organismus ist noch mitten im Bewältigungsversuch.
- Es handelt sich nicht um ein zerstörtes oder defektes Gehirn, sondern um ein Gehirn, das andauernd Notfallprogramme fährt.
Solange:
- Trennungssituationen,
- Feststeck-Erlebnisse oder
- Revier-Themen
innerlich weiter aktiv sind (oder permanent durch „Schienen“ getriggert werden – Orte, Personen, Geräusche, Sätze …), bleibt dieser Zustand bestehen.
Ăśbersicht: drei typische AD(H)S-Bilder
| Bild, wie es meist genannt wird | 5BN-Hintergrund | Typische Grundkonflikte |
|---|---|---|
| ADS / Lernstörung | (Post-)sensorische Cortex-Konstellation | Trennung(en), Verlust oder „wegwollen“ |
| ADHS (Zappelphilipp) | Sensorische Konstellation + Motorkortex-Konstellation | Trennung + „Feststecken“, Eingesperrtsein |
| „Aggressives ADHS“ | Bioaggressive Konstellation (Revierbereiche) | Revierärger, Identität, Rang, Ungerechtigkeit |
Was dieses Verständnis für Eltern und Betroffene öffnet
Statt die Frage zu stellen:
„Was ist mit meinem Kind falsch?“
dreht sich durch diese Perspektive die Frage zu:
„Welche Trennungen, Feststeck-Erlebnisse oder Revierkämpfe stecken in seiner Geschichte – oder schon in unserer Familiengeschichte – so tief, dass sein System sie bis heute aktiv halten muss?“
Spannend wird es, wenn man sehr konkret hinschaut:
- Gab es rund um Schwangerschaft/Geburt Situationen von Verlust, Schock, Ăśberforderung?
- Wo wurde das Kind real getrennt (Krankenhaus, Scheidung, Kita, Abschied, Tod)?
- Wo musste es stillhalten, obwohl es sich innerlich bedroht oder massiv unwohl fĂĽhlte?
- Welche chronischen Spannungen (Revierärger, Ungerechtigkeit, Kampf um Platz) prägen den Alltag?
Je genauer diese Fragen beantwortet werden, desto klarer wird, welche Programme hier laufen – und warum das Verhalten biologisch absolut Sinn macht.
Fazit
ADHS ist aus Sicht der 5 Biologischen Naturgesetze kein Störungsbild, sondern die sichtbare Spitze einer tiefen, logischen Anpassungsleistung:
– Trennungskonflikte blockieren das Kurzzeitgedächtnis (Schutz vor Schmerz).
– Feststeck-Konflikte zwingen zur dauerhaften Bewegung (Schutz vor „Einfrieren“).
– Revierthemen können das Ganze aggressiv einfärben – abhängig von Geschlecht, Händigkeit und Hormonstatus.Im Lichte dieser Logik wird aus der „Aufmerksamkeitsstörung“ ein sehr präzises biologisches Signal, das uns einlädt, die wirkliche Geschichte hinter dem Symptom zu erkennen – bei uns selbst, unseren Kindern und in unseren Familienlinien.
